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 Betreff des Beitrags: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 2. MĂ€rz 2010, 11:13 
Hi,

schaue soeben ZDF und die ĂŒbertragen Live aus dem Bundesverfassungsgericht.

Die Richter haben das o.g. Gesetz in jetziger Form gekippt. :daumenhoch: :daumenhoch:

Ich mag die Richter. :D

papajan


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 2. MĂ€rz 2010, 11:25 
habs gerade erst in den nachrichten gehört das sie ĂŒberlegen das gesetz zu kippen.. schön das es nun passiert ist. :daumenhoch:


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 3. MĂ€rz 2010, 20:59 
Mal sehen, wie lange es dauert bis alles wieder gelöscht ist.

Man sagt ja: Wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich davor nicht zu fĂŒrchten

Bin aber anderer Meinung. Manche Dinge gehen den Staat nichts an. Dazu gehört auch, was ich im I-Net so mache, mit wem ich telefoniere und vor allem von wo aus. Bei den Handys wurden ja auch die Funkzellen gespeichert.

Wie schon bei anderen Dingen auch, so hat man die ganze Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt. Es sind erst einmal alle schuldig, bis man die Unschuld beweisen konnte. Eigentlich steht das ja etwas anders im Grundgesetzt. Und was man mit diesen Daten noch so alles Anfangen kann weiß man ja noch gar nicht so genau. Da kann auch viel Schindluder mit getrieben werden.

Wenn man sich jedoch das Urteil etwas nÀher ansieht, sieht man, dass das nicht so ganz gekippt wurde. Nur in der jetztigen Fassung. Also kann man davon ausgehen, dass die Politiker es wieder probieren werden.

irgendwann ist es mal wieder so wie in einer Diktatur und man wird komplett ĂŒberwacht. Da werden dann die Mails gelesen und auf verdĂ€chtige Inhalte ĂŒberprĂŒft, die Post geöffnet und so weiter. Der Datensammlungswut unserer Politiker ist kein weg zu schwer, die finden schon wieder etwas und das alles mit der BegrĂŒndung der TerrorbekĂ€mpung. Damit kann man so einige BĂŒrgerrechte beschneiden, ohne dass viel dagegen getan wird.

Manchmal frage ich mich aber auch, wer bezahlt das denn alles? Na wer wohl, die Steuerzahler. Wir haben ja noch jede Menge Geld auf unseren SparbĂŒchern, an die man ran kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 4. MĂ€rz 2010, 08:12 
Hi,

ja damit hast Du recht.
Ganz kippen konnte es das BVerfG nicht, da es ein EU Gesetz gibt, welches eine solche Datensammlung erlaubt. Nur ist Deutschland bei der Umsetzung ziemlich ĂŒber das Ziel hinausgeschossen. Wie bei vielen anderen Sachen auch.

Es ist jetzt nur die Frage ob und wie sich dieses Urteil auf das ELENA Verfahren auswirkt (Elektronischer Entgeltnachweis).
Mal sehen wie sich das ganze weiter entwickelt. Auf jeden Fall war die UrteilsbegrĂŒndung (in voller LĂ€nge) richtig schön anzuhören wenn man weiß was die da erzĂ€hlen.

Eine Frage die sich mir aber aufdrÀngt ist, warum man Amok lÀuft wenn der Staat Daten sammelt die jeder Provider oder Suchmaschine sowieso logt (z.b. google= Speicherung von Browser, Land, IP, Suchbegriff, Zugriff auf Suchergebnisse etc.)? In den sog. sozialen Netzwerken prahlen manche ja eigentlich schon mit privaten Daten. Fehlt nur noch die DNS und man könnte sie klonen.
Naja, welche Daten sind aber gemeinhin noch geheim?

papajan


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 5. MĂ€rz 2010, 12:05 
Miran und Papajan, unterhaltet euch ruhig weiter. Ich kenn mich da zwar nicht so aus wie ihr, aber es liest sich wie ein Krimi. Ich danke euch. *nick*


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 7. MĂ€rz 2010, 14:18 
Da muss ich dir vollkommen Recht geben. Jedoch sind die DatenschĂŒtzer da auch schon ganz schön dran den Firmen so etwas zu untersagen. Nur, was nutzt es, wenn Google einer IP adresse Suchbegriffe zuordnen kann, wenn niemand mehr weiß wem zu diesem Zeitpunkt die IP adresse gehört hat. So kann Google zwar sammel und sammel, die Daten selbst sind aber nicht mehr bis zu ihrem Auftraggeber zurĂŒckverfolgbar. Und das ist auch gut so.

Was das Preisgeben von Daten in den Sozialen Netzwerken betrifft, da ist jeder selbst fĂŒr sich verantwortlich. Ein Commedian hat mal gesagt: FrĂŒher hatte man die Stasi, jetzt haben wir StudiVZ und Facebook. Da hat er vollkommen Recht. Was da manche reinschrieben ist einfach fĂŒrchterlich. Wie gesagt, ist das aber jedem seine eigene Sache.

Es geht aber trotzdem niemanden etwas an, wann ich mich wo aufgehalten habe. nehmen wir mal an dein Handy befindet sich in der NĂ€he eines RaubĂŒberfalles. Das kann ĂŒber die Funkzelle festgestellt werden. Zu dem Zeitpunkt als die TĂ€ter fliehen bewegst du dich ZufĂ€lligerweise auch sehr schnell in die gleiche Richtung. Daraus kann man also den Schluss ziehen, dass Du etwas mit den TĂ€tern zu tun hast. Und somit bist du erst einmal in ErklĂ€rungsnot.

Hört sich an wie in einem schlechten Krimi, ist aber zum Teil auch so. Wenn keine Spuren vorhanden sind, wird auch nach dem letzten Strohalm gegriffen. Ähnliches kann dir auch im Internet passieren. Du kommst durch einen Tippfehler auf eine Seite auf die du eigentlich gar nicht möchtest, deine IP wird geloggt und schon hast du jede Menge Probleme am Hals.

Ganz davon abgesehen, dass man nie weiß wie sicher die Daten aufbewahrt werden. Es gibt da immer wieder Pannen, dass Bank oder sonstige Daten von denen man eigentlich vermutet sie wĂ€ren sicher, auf CD's gehandelt werden. Warum nicht auch die Daten von deinem Surfverhalten. Findige Leute können da sicher bei vielen einen Anhaltspunkt fĂŒr eine Erpressung finden.

In diesem Sinne...
Gruß Uwe


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 10. MĂ€rz 2010, 19:51 
Ja ich finde, du hast absolut Recht. Wenn man es genau so wie du betrachtet. Viele Menschen (so wie ich *rotwerd* ) haben oft nicht den Durchblick und dann bin ich froh, Menschen wie dich an unserer Seite zu wissen. *nick*
Wenn ich mal Hilfe brauche, schreib ich dich an. Aber ich weiß nicht, ob du dich mit dĂ€nischem Recht aus kennst. :ka: *denk* :D

Miran hat geschrieben:
FrĂŒher hatte man die Stasi, jetzt haben wir StudiVZ und Facebook.
Ich glaube den Spruch schon mal gehört zu haben, aber ich habe ihn damals wahrscheinlich nicht verstanden. Einigen MÀdels wird es Àhnlich gehen wie mir. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich allein so "begriffsstutzig" sein sollte. SRY MÀdels.

Aber eins ist mal klar, man kann im I-Net nicht vorsichtig genug sein!!! :!:


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorratsdatenspeicherung in jetziger Form gekippt!
BeitragVerfasst: 10. MĂ€rz 2010, 20:14 
Miran hat geschrieben:
FrĂŒher hatte man die Stasi, jetzt haben wir StudiVZ und Facebook.


He, jetzt zitiere ich mich schon selbst. :D

Zur ErklĂ€rung: Die Stasi war fĂŒr die Staatssicherheit in der ehemaligen DDR zustĂ€ndig. Das heißt sie legten ĂŒber jeden und alles (vielleicht ist das etwas ĂŒbertrieben aber fast) eine Akte an. Die ließen die Nachbarn sich gegenseitig ausspionieren um Staatsfeinde zu entdecken. Jeder der etwas gegen den Staat sagte war auch solgeich ein Staatsfeind. Somit wussten die wer mit wem wann und wie was getan hat.

Um heute an solche Informationen zu kommen, muss man sich doch nur mal bei Facebook und co umschauen. Was da die Leute freiwillig von sich geben gleicht dem, was die Stasi frĂŒher gesammlt hat. Somit wĂ€re diese Organisation heute fast ĂŒberflĂŒssig. Die wĂ€ren froh gewesen, sie hĂ€tten diese Foren frĂŒher gehabt.

Ich hoffe, ich konnte jetzt den Sinn des Spruches etwas erklÀren.

Es ist kein GerĂŒcht, dass Teilweise Arbeitgeber Bewerbungsunterlagen in den Sozialen Netzwerken abgleichen. Frei nach dem Motto: Mal sehen was der so in der Freizeit macht und was er nicht angegeben hat. Wenn dann Bilder von einem zu sehen sind, wie man sturzbesoffen durch die Gegend torkelt, kann man den Job vergessen.

Muetterchen hat geschrieben:
Aber eins ist mal klar, man kann im I-Net nicht vorsichtig genug sein!!!


Genau das wollte ich damit klar machen. Es gibt Dinge, die sollte man nicht so einfach ins Internet schreiben. Das fÀngt schon bei der Telefonnummer an. Es gibt Leute die geben ihre Sozialversicherungs oder Kontonummer an.

Durch einen Fehler bei Googles Kalender konnte man sogar auf die Privaten Kalender von Nutzern zugreifen und solche Daten erfahren.

Bei Online ĂŒberweisungen bevorzuge ich PayPal. Da sieht der EmpfĂ€nger meine Kontodaten nicht und kann nicht illegalerweise darauf zugreifen.

Noch Fragen? Dann fragt doch einfach, Antworten habe ich viele auf Lager. Hier im Forum sogar Kostenlos.


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